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Tipps zur Hundehaltung

Liebe Hundefreunde!

Nachfolgend finden Sie eine kleine Zusammenstellung von "Tierischen Tipps rund um den Hund".
Für die tollen Illustrationen bedanken wir uns bei unserem Vorstandsmitglied Horst Holtkamp.

Bevor Sie sich einen Hund anschaffen....

Welcher Hund passt zu Ihnen?

Der Hund aus zweiter Hand

Ein Hund kommt ins Haus

Kind und Hund

Hundeerziehung

Urlaub mit Hund

Hund entlaufen?

 

 

Bevor Sie sich einen Hund anschaffen ....

Es gibt viele Gründe für die Anschaffung eines Hundes. Es gibt aber auch vor der Anschaffung eines Hundes einige Punkte, die gründlich durchdacht und geklärt werden müssen, bevor Sie sich zu diesem Schritt entschließen:

-  Bitte bedenken Sie: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Hundes liegt bei ungefähr 15
   Jahren, je nach Rasse und Größe.

    Sind Sie bereit so lange die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen?
     

-  Sind alle in der Familie mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden?

    Oft sind es die Kinder, deren Herzenswunsch ein Haustier ist. Bedenken Sie aber bitte, dass von Kindern bis zu einem gewissen Alter (ca. 12 – 14 Jahren) nicht erwartet werden kann, dass sie die komplette Verantwortung für einen Hund übernehmen. Der Hauptteil der Verantwortung und auch der Arbeit wie z.B. Erziehung bleibt bei den Eltern.
     

-  Ist genügend Zeit für den Hund vorhanden?

    Einen Hund ins Haus zu holen, heißt auch sein Leben umzustellen. Das Wort Zeiteinteilung bekommt eine ganz neue Bedeutung. Der neue Hausgenosse hat ganz eigene Bedürfnisse und Ansprüche. Ein Hund braucht mehrmals täglich die Gelegenheit sich zu lösen. Aber auch regelmäßige, ausgiebige Spaziergänge und intensive Beschäftigung (Spiele, Erziehung, Pflege etc.) müssen eingeplant werden. Für einen aktiven Hund sollten sie sich täglich mindestens 2-3 Stunden Zeit nehmen.


     

-  Berufstätig trotz Hund?

    Auch Berufstätige haben oft den Wunsch nach einem Hund. Ideal ist es natürlich, wenn der Hund mit zur Arbeit genommen werden kann, aber dies ist sicher die Ausnahme. Einen Hund jedoch 8 – 12 Stunden alleine zu lassen, ist auf keinen Fall akzeptabel. Denkbar wäre ein Hundesitter (Verwandtschaft, Nachbarn), der tagsüber den Hund zu sich nimmt.

    Es gibt zudem Hunde, die nicht gut alleine bleiben können und z.B. mit Panik oder Unsauberkeit reagieren.

     

-  Besteht der Verdacht auf eine Tierhaarallergie?

    Ein häufiger Abgabegrund von Tieren im Tierheim ist die Allergie eines Familienmitgliedes. Wenn bereits eine Allergie gegen Tiere oder auch Stoffe (Pollen etc.) vorhanden ist , wäre ein gezielter Test beim Allergologen sinnvoll und sicher im Interesse von Mensch und Tier.
     

-  Wohnen Sie im Eigentum oder zur Miete?

    Sollten Sie zur Miete wohnen, vergewissern Sie sich bitte, ob die Hundehaltung laut Mietvertrag erlaubt ist. Ansonsten holen Sie sich auf jeden Fall das schriftliche Einverständnis Ihres Vermieters. Viele Hunde müssen ins Tierheim, weil der Vermieter die Haltung von Hunden nicht duldet!

    Wohnen Sie im eigenen Haus? Ideal wäre in diesem Fall ein eingezäunter Garten, damit der Hund -  besonders in den ersten Wochen der Eingewöhnung - auch mal abgeleint toben und spielen kann.
     

- Ein Hund kostet Geld!

    Klar, Anschaffung und Futter sind nicht umsonst. Doch damit ist es nicht getan. Unter anderem müssen Sie folgende Kosten berücksichtigen:
    - jährliche Hundesteuer (Höhe je nach Hunderasse, Anzahl der Hunde und Gemeinde
      -/Stadtverwaltung)
    - jährliche Versicherungen (Haftpflicht- und evtl. Krankenversicherungen)
    - jährliche Impfkosten
    - Entwurmungskosten nach Bedarf
    - Tierarztkosten, die anfallen können, z.B. für Operationen oder bei Krankheit
    - Hundeschule
    - unter Umständen urlaubs- oder krankheitsbedingte Unterbringung in einer Hundepension

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Welcher Hund passt zu Ihnen?

 - Wer ist der Richtige?

In Ihrem Kopf gibt es sicher schon den idealen Wunschhund. Egal ob Pudel oder Jagdhund, Terrier oder Bernhardiner; wichtig ist, dass der Hund vom Charakter und Wesen her zu Ihnen passt.

In eine große Familie passt sicher besser ein ruhiger, kinderlieber und ausgeglichener Hund, vielleicht ein etwas älterer aus dem Tierheim? Hyperaktive oder sehr ängstliche Hunde sind hier eher überfordert.

Sportliche Hundefreunde finden ihren idealen Begleiter in einem lauffreudigen Hund, der genug Temperament und Ausdauer hat um mit Ihnen mithalten zu können. Doch auch ein Hund sollte nie überfordert werden. Den Marathon laufen Sie besser alleine.

Mit Haus und Garten kommen sicherlich mehr Hunderassen in Frage als mit einer kleinen Etagenwohnung. Ein Garten darf zwar nie die notwendigen Spaziergänge mit einem Hund ersetzen, doch viele große Hunderassen lieben es im Garten zu liegen und diesen vielleicht auch bewachen zu dürfen.

Zu jeder Rasse gibt es umfangreiche Bücherangebote, ebenso zum Beispiel zu den Themen „Hundeerziehung“ und „Verhalten der Hunde“. Wenn Sie sich für eine bestimmte Rasse interessieren, sprechen Sie doch einfach Hundehalter an. Diese geben sicher gerne Auskunft über ihre Vierbeiner und so erfahren Sie schon einiges, das Ihnen bei der Auswahl eines passenden Hundes weiterhelfen kann. Mischlingshunde vereinen oft die positiven Charaktereigenschaften beider (oder aller
beteiligten) Hunderassen in sich.

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Der Hund aus zweiter Hand!

Leider herrscht oft noch das Vorurteil, dass die Tierheime nur mit gestörten oder extrem schwierigen Hunden belegt sind.

Aus vielerlei Gründen werden die Hunde in den Tierheimen abgegeben; seien es Umzug, Krankheit der Besitzer, Allergie, Änderung des Lebensumfeldes oder auch finanzielle Schwierigkeiten.

Es gibt jedoch auch Tierbesitzer, die sich mit dem Aussetzen ihres Tieres ihrer Verantwortung entziehen.

Von den sogenannten Abgabetieren kennen die Tierpfleger die Vorgeschichte und somit die Vorlieben und Eigenarten der Hunde und können entsprechende Empfehlungen bei der Auswahl eines bestimmten Hundes geben. Bei Fundtieren sind die Tierpfleger auf eigene Erfahrungen und Berichte der Spaziergänger angewiesen.

Viele Tierheimhunde sind bereits etwas älter, aber dafür in den meisten Fällen schon gut erzogen und ein wenig abgeklärt. Sie können durchaus auch an bisher recht hundeunerfahrene Tierfreunde vermittelt werden.

Natürlich gibt es in Tierheimen auch Hunde, deren Besitzer es nicht geschafft haben ihren Hund zu erziehen und lieber kapitulieren als mit professioneller Hilfe wie Hundeschulen sich dem Problem zu stellen. Auch schlechte Haltung und/oder Misshandlungen können Hunde prägen. In diesen Fällen arbeiten Tierpfleger, Spaziergänger und zum Teil auch Hundetrainer zusammen um dem Hund gute Chancen für eine Vermittlung  - in diesen Fällen jedoch an Menschen mit Hundeerfahrung – zu ermöglichen.

Ein seriöses Tierheim wird sich eingehend nach Ihren Lebensumständen erkundigen und sich Zeit für Ihre Fragen nehmen.

Seien Sie nicht enttäuscht, wenn sie nicht sofort einen passenden Hund finden. Schauen Sie einfach öfter mal vorbei oder auf die entsprechende Internetseite.  In vielen Tierheimen gibt es zudem einen Infokasten, in dem Tierhalter für ihr Tier ein neues Zuhause suchen können, wenn sie es abgeben müssen.

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Ein Hund kommt ins Haus

-  Sie haben sich für einen Hund entschieden und er wird in Kürze bei Ihnen einziehen?
   Dann gibt es einige Punkte, die Sie unbedingt beachten sollten:

    Besorgen Sie alle notwendigen Dinge für Ihren Hund, bevor er zu Ihnen kommt. Dazu gehören
    - Futternäpfe, Wassernapf, Decke und/oder Körbchen
    - Futter für die ersten Tage (bitte erkundigen Sie sich, was der Hund vorher bekommen hat;
      eine Futterumstellung sollte nur langsam erfolgen)
    - zusätzlich zum eigentlichen Futter einige Belohnungen (Kaustreifen, Hundekuchen etc.)
    - Halsband und Leine in passender Größe
    - Spielzeug (Gummiball in passender Größe, ein Tau oder ähnliches)
    - Kamm und/oder Bürste
    - Denken Sie daran: Ein Hund muss bei der zuständigen Gemeinde/Stadt gemeldet werden 
      (Steuer-/Ordnungsamt). Nehmen Sie diese Pflicht nicht auf die leichte Schulter, unter
      Umständen können Ihnen durch Unterlassung große Unannehmlichkeiten entstehen.
     

Die ersten Tage:

Nehmen Sie sich Zeit für Ihren neuen Mitbewohner; ideal sind zu Anfang einige Tage Urlaub oder ein langes Wochenende.

Der Hund ist aufgeregt und für ihn ist natürlich alles neu. Lassen Sie ihm genug Zeit um alles in Ruhe zu erkunden. Bitte laden Sie nicht gleich in den ersten Tagen Besuch ein und vermeiden Sie auch Willkommenspartys für den Hund. Er muss erst einmal die eigene Familie kennen lernen und sich mit seinem neuen Lebensumfeld arrangieren.


Alleinsein:

In den meisten Fällen ist bekannt, ob und wie lange ein Hund alleine bleiben kann. Aber in einer neuen Umgebung muss auch das Alleinsein wieder neu eingeübt werden. Manchmal muss mit einigen Sekunden Alleinbleiben angefangen werden und dieses wird ganz langsam gesteigert. Das Wichtigste ist jedoch das Lob für jede erwünschte Aktion und Ignorieren von Fehlverhalten.


Verbote / Erziehung:
Sofahund
Seien Sie konsequent und überlegen bitte im Vorfeld, was dem Hund gestattet oder nicht gestattet wird (z.B. auf dem Sofa liegen oder im Bett schlafen). Dieses muss von Anfang an verboten werden. Ein Hund versteht es nicht, wenn ihm einige Sachen heute erlaubt und morgen verboten werden.
Manche begreifen schnell, andere probieren des öfteren, wie weit sie gehen können. Wichtig ist, dass Sie Geduld haben und, falls mehrere Personen zur Familie gehören, sich alle einig sind im Bezug auf die Erziehung des Tieres. Ein Hund denkt nicht demokratisch; er ist froh und glücklich, wenn ihm jemand sagt, was er tun und lassen soll.

Die Hundeschule dient nicht nur zur Erziehung, sondern fördert auch das Sozialverhalten eines
Hundes. In einer guten Hundeschule dürfen die Hunde nach einer Lerneinheit miteinander spielen und sich austoben. Seien Sie wählerisch mit der Auswahl der Hundeschule und lassen Sie sich Zeit mit der Suche. Schauen Sie vielleicht zu Anfang 1 bis 2 Stunden bei einer Unterrichtseinheit zu.

Ganz wichtig ist jedoch erst eine Beziehung zum Hund aufzubauen, bevor eine Hundeschule besucht wird, denn der Hund möchte doch wissen, für wen er lernen soll.


Fütterung:

Ein Hund braucht feste Fütterungszeiten. Diese sind von einigen Faktoren abhängig:

- Sie müssen die Fütterungszeiten so festlegen, dass er nach der Verdauungszeit Gelegenheit hat,
  sich zu lösen.
- Nach der Fütterung sind Toben und Rennen ungesund; gerade bei großen Rassen besteht die
  Gefahr  einer Magendrehung, die oft tödlich enden kann.

Essensreste sollten tabu sein, denn für Hunde ist unser Essen grundsätzlich zu scharf. Auch sind einige Lebensmittel sehr ungesund für Hunde, u.a. Zwiebeln, Knoblauch, Kohlgemüse, Schokolade und andere Knabbersachen. Im Internet finden Sie detaillierte Informationen zu diesem Thema.

Am gesündesten ist es Hunde zweimal täglich zu füttern; dieses belastet den Magen nicht so stark.

Welches Futter Sie auf Dauer füttern, hängt viel von dem Grundumsatz Ihres Hundes ab (bequemer Hund = normales Futter; sehr lebendiger aktiver Hund = höherwertiges Futter usw.)


Ausführen:

Beschaffen Sie Ihrem Hund und auch sich genügend Bewegung; die Spaziergänge zum Lösen möglichst immer zur gleichen Zeit. Zusätzlich sind Spiel- und Tobeeinheiten – je nach Bedürfnis des Hundes – Pflicht um ihn zu beschäftigen und auszulasten.
Wenn Sie Ihrem Hund Freilauf ermöglichen wollen, bringen Sie es ihm langsam bei. Suchen Sie sich eine abseits gelegene Wiese und lassen Sie den Hund erst an einer langen Leine (ca. 15 m oder mehr) laufen. Er hat das Gefühl, dass er sich frei bewegen kann, aber Sie können ihn im Ernstfall zu sich heranholen. Erst wenn Sie sich ganz sicher sind, dass Ihr Hund (auch im Ernstfall) immer gehorcht, sollten Sie ihn frei laufen lassen. Bitte beachten Sie, dass es Vorschriften für den Freilauf von Hunden gibt (z.B. Naturschutzgebiete, Stadtgebiete oder Stadtparks)

Tierarzt/Pflege:

Auch für diesen Punkt gilt: Überfordern Sie Ihren Hund nicht in den ersten Tagen. Wenn keine akute Erkrankung vorliegt, muss ihr Hund erst zur nächsten fälligen Schutzimpfung zum Tierarzt. Floh- und Zeckenmittel können Sie zu Hause auftragen.

Auch die Fell- und Ohrenpflege ist in den ersten Tagen tabu. So mancher Hund ist sicher völlig überfordert und verängstigt, wenn er nach 12 Stunden in einem neuen Zuhause bereits in die Badewanne gesteckt wird und ihm jemand in den Ohren herumstochert. Gehen Sie diese Dinge langsam und behutsam an.


Sollten Sie weitere Informationen benötigen, steht Ihnen das Tierheim für Fragen immer zur Verfügung. Haben Sie Geduld – mit sich und dem Hund, selbst wenn Einiges Wochen dauern kann. Verlangen Sie nicht gleich ein „perfektes" Tier. Geben Sie ihm genügend Zeit, eines zu werden.

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Kind und Hund

Auch wenn ein Kind in die Familie geboren wird, ist dies sicher kein Grund den Hund, der vielleicht schon lange Familienmitglied ist, abzugeben.

Wenn der Hund, bisher als Kindersatz betrachtet, hoffnungslos verwöhnt wurde und ständig der Mittelpunkt war, muss schon während der Schwangerschaft an einer vernünftigen Beziehung zum Hund gearbeitet werden.  

Dann erfolgt nach der Geburt des Babys für das Tier nicht  eine zu große Umstellung. Drehte sich vorher alles um den Hund, darf sich nun nicht plötzlich alles nur noch um das Baby drehen! Am besten führt man den Hund vorher an bestimmte Möbelstücke heran, die später zum Alltag gehören, wie beispielsweise eine Wiege oder Babywippe. Bauen Sie die Dinge vorher auf, damit der Hund sich daran gewöhnen kann. Lassen Sie den Hund nicht ins Kinderzimmer, nach der Geburt des Babys hat er dort auch nichts zu suchen!

Sobald das Kind auf der Welt ist, sollte der Hund den Duft kennen lernen. Ein getragener Strampler oder auch eine Windel mit dem „Duft“ des Babys bringen ihm das neue Familienmitglied schon näher. Wenn Mutter und Kind dann nach Hause kommen, erkennt er den „Neuling" sofort am bekannten Geruch wieder und akzeptiert ihn schneller.

Wichtig ist, dass die Alltagsroutine des Hundes bestehen bleibt, damit er erst gar nicht eifersüchtig werden kann und das Kind auch als Mitglied seines „Rudels" akzeptiert. Sperren Sie den Hund niemals aus, wenn Sie sich mit dem Baby beschäftigen. Lassen Sie trotzdem anfangs Hund und Baby nie alleine zusammen.

Der Hund lernt schnell den Umgang mit dem neuen Familienmitglied, wenn Sie es nur richtig anfangen. Später muss auch das Kind lernen mit dem Hund zu leben. Für beide - Hund wie Kind - gibt es Tabus, die sie beachten müssen. Besonders im Krabbelalter sind Hund und Kind gut im Auge zu behalten. Gesunder Menschenverstand, Vorsicht und konsequentes Verhalten der Eltern sind allemal die beste Versicherung.

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Hundeerziehung 

Ein weites Feld, die Hundeerziehung. Zu diesem Thema gibt es ausführliche und gute Literatur. Auch der Besuch einer Hundeschule ist, egal ob mit einem alten oder jungen Hund, immer sinnvoll.  

Einige grundlegende Hinweise möchten wir hier jedoch geben: Skatehund

-  Ein Hund kennt keine demokratischen Grundgedanken. Er ist
   ein Rudeltier und Sie sind der Boss. Ein Hund wird sich nur
   wohl fühlen, wenn er weiß, wo sein Platz ist und nicht um die
   Rangfolge im Rudel kämpfen muss.

Geben Sie eindeutige, kurze und prägnante Kommandos.
  „
Sitz“ ist für den Hund eindeutig, doch bei   „Mach doch bitte
   mal fein Sitz“ wird er verständnislos den Kopf schütteln.

Seien Sie konsequent: heute aufs Sofa und morgen nicht?
  Das wird kein Hund verstehen.

Unterbinden Sie von Anfang an konsequent das Betteln des
  Hundes bei Tisch. Auch wenn es mühselig ist: Schicken Sie den
  Hund auf seinen Platz (immer wieder, bis er es verstanden
  hat). Auch hier ist das Zauberwort: Konsequenz!

Positive Verstärkung: Gewünschtes Verhalten und Ausführung
  eines Befehls werden umgehend belohnt; unerwünschtes
  Verhalten ignoriert (Ignorieren heißt nichts tun, nicht
  hinschauen, nicht schimpfen) und der Befehl wird wiederholt.

Bestrafen Sie Ihren Hund nur, wenn Sie ihn auf frischer Tat ertappen. Hat er bereits das 
  Leberwurstbrot vom Tisch geholt und genüsslich verspeist, ist für ihn nicht nachvollziehbar, warum
  Sie ihn lange Zeit später ausschimpfen. Für ihn ist das Thema mit dem Herunterschlucken des
  Brotes erledigt.
  Übrigens: Bestraft wird mit einem strengen „Pfui“, „Nein“ oder „Aus“. Die Unarten, mit der Hand,
  einer Leine oder zusammengerollten Zeitung zu schlagen oder womöglich den Hund im Nacken
  festzuhalten und zu schütteln, gehören ganz tief in die Mottenkiste der Hundeerziehung.

Wenn Sie mit dem Hund spielen, beenden immer Sie das Spiel und nicht der Hund. Spielzeug soll
  dem Hund nicht zur freien Verfügung gestellt werden. Nach dem Spiel legen Sie es außer Reichweite
  des Hundes und holen es erst zum nächsten Spiel heraus.

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Urlaub mit Hund

Fast schon selbstverständlich ist es für viele, dass sie auch die schönste Zeit im Jahr mit ihrem Hund verbringen. Hier bieten sich Autofahrten in Ferienhäuser oder Ferienwohnungen an, in denen Hundehaltung erlaubt ist.

Ob an der See oder in den Bergen, Ihr Hund wird die Zeit mit Ihnen genießen.

Bei Flugreisen muss die Frage gestellt werden, ob dem Hund für zwei Wochen Urlaub die Strapazen eines Fluges und die eventuell sehr großen Klimaunterschiede zugemutet werden sollen. Vielleicht würde sich Ihr Hund stattdessen bei Freunden oder Verwandten oder auch in einer Hundepension gut aufgehoben fühlen?

Fahren Sie mit Ihrem Hund ins Ausland, klären Sie bitte unbedingt die Einreisebestimmungen für Hunde in dem entsprechenden Land ab. In manchen Ländern (z.B. Niederlande) bekommen Sie immense Probleme mit bestimmten Rassen; teilweise darf der Hund nicht wieder nach Deutschland ausreisen, wird eingezogen und womöglich getötet.

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Hund entlaufen?

Rufen Sie im örtlichen Tierheim an. Ihr Hund könnte bereits längst von Findern dort abgegeben worden oder als Fund gemeldet worden sein. Ist er dort nicht, hinterlassen Sie die Beschreibung des Tieres und Ihre Adresse/Telefonnummer.Hund Baum

Fragen Sie auch in anderen umliegenden Tierheimen
  nach. Unter Umständen wurde er dort als Fundtier
  abgegeben.

Fragen Sie auch bei der Feuerwehr, Polizei und dem
  Ordnungsamt nach, falls dort die Meldung eines
  Fundhundes eingehen sollte.

Suchen Sie die unmittelbare Umgebung und die
  Lieblingsplätze Ihres Hundes ab. Ist vielleicht eine
  läufige Hündin in der näheren Umgebung gewesen ?
  Oder ist Ihre Hündin zur Zeit läufig?
  Fragen Sie Spaziergänger und Kinder, ob sie Ihren Hund
  gesehen haben.

-  Entläuft Ihr Hund während eines Spaziergangs, warten
   Sie an genau dem Platz, an dem er sich von Ihnen
   getrennt hat. In den meisten Fällen kehren Hunde dort
   hin zurück.

Während Ihrer Suche sollten Sie jemanden zu Hause
  und am Telefon haben, falls der Hund zwischenzeitlich
  zurückkommt oder sich ein Finder melden sollte.

War die Suche ergebnislos, so rufen Sie die örtlichen Tierärzte an, vielleicht wurde der Hund dort
  bereits verletzt abgegeben.

Setzen Sie eine Suchanzeige in die örtlichen Zeitungen, falls nötig auch mehrmals!

Hängen Sie Suchplakate an öffentlichen Stellen und in Supermärkten aus.
 

Vorbeugung:

Ihr Hund sollte immer ein Halsband mit seiner Steuermarke tragen. Hilfreich sind auch Halsbänder
  mit einem fest genieteten Metallschild, in das man die Telefonnummer eingravieren kann (bitte
  keine Handynummern, da diese recht häufig wechseln).

Es empfiehlt sich einen Mikrochip durch einen Tierarzt einsetzen zu lassen. Bei manchen Rassen,
  Hunden bestimmter Größe und abhängig vom Bundesland ist der Chip Vorschrift. Tierheime und die
  meisten Tierärzte haben Lesegeräte für diese Chips und können so bei den bekannten  Registrier-
  stellen den Besitzer des Tieres erfragen.

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