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Bevor Sie sich eine Katze anschaffen...
Eine Katze als Haustier ist schön und faszinierend, ideal für Berufstätige oder einfach für Menschen, die vom Wesen und Charakter der Katzen bezaubert sind. Doch die Anschaffung einer Katze beinhaltet auch eine Verantwortung gegenüber einem Lebewesen und jeder sollte sich bereits bevor der neue Hausgenosse einzieht überlegen, ob er dieser in jeder Hinsicht gerecht werden kann.
Die folgenden Gedanken sollen Anhaltspunkte für Ihre Überlegungen sein:
Die Lebenserwartung einer Katze beträgt ca. 12-16 Jahre, es ist aber durchaus möglich, dass ein Alter von 20 Jahren und auch mehr erreicht wird. Fühlen Sie sich in der Lage, der Katze über einen so langen Zeitraum ein gutes Zuhause zu bieten? Wen diese Vorstellung schreckt, der sollte sich im Tierheim nach einer älteren Katze umsehen.
Eine Katze braucht Ansprache, regelmäßige Mahlzeiten und intensive Pflege. Rechnen Sie mindestens 1 – 2 Stunden täglich ein; abgesehen von den abendlichen Sofastunden, die Ihre Katze vielleicht auf Ihrem Bauch verbringen möchte.
Katzen brauchen im und eventuell um das Haus Auslauf und Bewegung. Nur im Haus gehaltene Katzen sollten ausreichend Unterhaltungsmöglichkeiten wie Kletterbaum, Spielsachen, Kuschelhöhle oder Fensterplätzchen haben. Wollen und können Sie Ihre Wohnung katzengerecht umgestalten? Ist genug Raum für eine Katze da? Können Sie mit Katzenhaaren auf Sofa und Sessel leben?
Sollten Sie zur Miete wohnen, vergewissern Sie sich bitte, ob die Katzenhaltung laut Mietvertrag erlaubt ist. Ansonsten holen Sie sich auf jeden Fall das schriftliche Einverständnis Ihres Vermieters. Viele Katzen müssen ins Tierheim, weil der Vermieter die Haltung nicht duldet!
Reagiert ein Familienmitglied allergisch auf Katzen bzw. Katzenhaare? Bitte testen Sie vorher, falls Sie einen Verdacht haben.
Wenn Sie in Urlaub fahren, muss jemand für Ihre Katze sorgen. Organisieren Sie dies schon vor der Anschaffung einer Katze. Idealerweise möchte die Katze in ihrer gewohnten Umgebung versorgt werden. Aber auch eine gute Katzenpension ist eine akzeptable Alternative.
Mit der Anschaffung einer Katze ist es nicht getan.
Futter, Ausrüstungsgegenstände, Katzenstreu, Tragekorb, Impfungen, Entwurmungen sowie Tierarztbesuche bei eventuellen Erkrankungen oder Operationen wie Kastration etc. sind ein nicht zu unterschätzender Posten im jährlichen Budget. nach oben
Welche Katze passt zu Ihnen?
Die Tierheime sind voll mit Katzen und Katern jeder Altersgruppe und aller Farbnuancen. Auch Rassekatzen sind immer öfter im Tierheim zu finden.
Es gibt einige wichtige Kriterien, die die Wahl einer Katze beeinflussen:
- Hauskatze oder Freigänger?
Wenn Sie aufgrund der Lage Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses einer Katze keinen Freigang gewähren können, hat es wenig Sinn, sich in eine Katze zu verlieben, die ohne regelmäßigen Freigang nicht glücklich sein wird. Die Tierpfleger in den Tierheimen kennen die Katzen recht gut und beraten Sie gerne.
- Katze oder Kater?
In Bezug auf Anhänglichkeit gibt es keine Unterschiede zwischen Katern und Katzen.
- Haben Sie die Zeit und Geduld, sich mit einem oder zwei Katzenwelpen zu beschäftigen und können Sie die Versorgung der Katze über einen Zeitraum von mindestens 12 vielleicht auch 20 Jahren gewährleisten?
Seien Sie bitte in diesem Punkt selbstkritisch und ehrlich zu sich selbst: Natürlich sind Katzenwelpen niedlich und süß. Aber auch diese Katzenkinder werden erwachsen. Wenn Ihre Lebensumstände oder auch Ihr Alter gegen die Anschaffung einer jungen Katze sprechen, geben sich doch einer erwachsenen Katze ein neues Zuhause. Katzen sind auch mit 8 – 10 Jahren noch sehr verspielt und eigentlich im besten Alter.
- Rasse oder nicht? Getigert oder gestreift? Rot, schwarz oder weiß?
Möglich, dass Sie eine bestimmte Vorstellung vom Aussehen Ihres neuen Mitbewohners haben; schauen Sie sich im Tierheim ruhig entsprechend um. Wundern Sie sich aber nicht, wenn dann alles doch ganz anders kommt. Für eine souveräne und selbstbewusste Katze ist es nämlich selbstverständlich, dass sie sich ihren neuen „Dosenöffner“ aussucht, nicht umgekehrt. Eine schüchterne Katze wird sich bei Ihrem Besuch im Tierheim eher zurückziehen, vielleicht sogar verstecken. Doch wer kann schon diesen wunderbaren Augen widerstehen, die Sie aus sicherer Entfernung auf Schritt und Tritt verfolgen? Geben Sie ihr eine Chance wird Sie es Ihnen nach einer Eingewöhnungszeit mit viel Liebe danken. nach oben
Eine Katze kommt ins Haus!
Die Katzensachen sollten schon an Ort und Stelle stehen, wenn das neue Familienmitglied ins Haus geholt wird.
Zur Grundausstattung gehören:
- eine Transportbox (nicht nur zum Abholen, sondern auch für eventuelle Tierarztbesuche)
- 2 Futternäpfe (1 x für Dosenfutter, 1 x für Trockenfutter)
- 1 Wassernapf
- Katzentoilette mit Einstreu
- 1 oder mehrere Kratzbäume je nach Größe der Wohnung
- Spielzeug aus dem Fachhandel (auch im Haushalt findet sich einiges, mit dem eine Katze gerne spielt; z.B. Papierknäuel, Pappe von Küchenpapierrollen etc.)
Die ersten Tage
Setzen sie den Transportkorb in das Zimmer, in dem Ihre Katze immer Zugang zur Katzentoilette hat und öffnen Sie den Korb. Setzen Sie sich einige Zeit zu ihr und sie wird vorsichtig, Schritt für Schritt, den Raum erkunden.
Nun können Sie der Katze die Möglichkeit geben, sich allmählich umzusehen um mit allen Räumen, die sie betreten darf, vertraut zu werden. Denken Sie daran die Tür zur Katzentoilette immer offen zu halten.
In den ersten Tagen werden Sie die Katze unter Umständen vielleicht gar nicht zu sehen bekommen, weil sie es vorzieht, unter einem Schrank oder Sofa die neue und ungewohnte Situation in Ruhe zu überdenken. Seien Sie nicht ungeduldig und bieten Sie der Katze Futter und Wasser in der Nähe ihres Versteckes an. Irgendwann siegt die Neugier und die Katze wird sich aufmachen ihr neues Zuhause zu erkunden.
Selbstverständlich verzichtet man in den ersten Wochen auf lärmenden Besuch und laute Partys.
Katzen die später nach draußen dürfen, sollten 6-8 Wochen im Haus gehalten werden, damit sie sich heimisch fühlen und gerne wieder nach Hause kommen. Wichtig ist die Fütterung zu festen Uhrzeiten. Nach einigen Tagen kennt die Katze den Rhythmus und wird zur passenden Zeit vor dem Futternapf warten oder Sie an die Fütterung erinnern. So ist gewährleistet, dass auch Katzen mit Freigang zu bestimmten Zeiten im Haus sind.
Aber Achtung: Katzen sollen unter allen Umständen erst Freigang bekommen, wenn sie kastriert sind. Unkastrierte Kater und Katzen neigen zur Streunerei und bleiben oft tage- oder wochenlang draußen.
Katzenkinder vermissen zunächst die Mutter und die Geschwister. Sie brauchen zu Anfang Ihre ganze Aufmerksamkeit und viele Streicheleinheiten. Schön ist es bei Katzenkindern, wenn sie zu zweit sind und sich gegenseitig trösten können. Wenn Sie Katzenkinder für einige Stunden alleine lassen müssen, bringen Sie die Katzen in den Raum mit der Katzentoilette, damit kein Malheur passiert. nach oben
Eine zweite Katze?
Die meisten Hauskatzen sind gesellig und schließen entgegen früherer Erkenntnisse mit anderen Katzen tiefe Freundschaften. Sie kennen Ihre Katze am besten und wissen, ob sie sich in der Gesellschaft eines Artgenossen wohl fühlt oder Sie als Dosenöffner ihr voll und ganz reichen.
Soll eine zweite Katze einziehen, gibt es einiges zu beachten:
Berufstätige Katzenhalter sollten sich einige Tage Urlaub nehmen bzw. ein ganzes Wochenende einplanen.
In der ersten Zeit sollten für die beiden Katzen zunächst eigene Schlaf- und Futterplätze sowie Katzentoiletten eingerichtet werden.
Ausgiebiges Spielen mit beiden Katzen schafft gegenseitiges Vertrauen.
Die älteren Rechte der ersten Katze haben immer Vorrang und die neue Katze sollte auf keinen Fall bevorzugt werden. Auch Katzen kennen Eifersucht.
Erst wenn Sie sicher sind, dass sie sich gut vertragen, können Sie die Katzen in Ihrer Abwesenheit zusammen lassen. Vorher sollten Sie die Katzen in getrennte Räume setzen.
Suchen Sie die Zweitkatze nach den Bedürfnissen Ihrer Katze aus! Eine ältere Katze wird sich nicht über einen Sausewind freuen, der sie permanent bespielen will! nach oben
Katze entlaufen?
Rufen Sie im örtlichen Tierheim an. Ihre Katze könnte bereits längst von Findern dort abgegeben worden oder als Fund gemeldet worden sein. Ist sie dort nicht, hinterlassen Sie die Beschreibung des Tieres und Ihre Adresse/Telefonnummer.
- Fragen Sie auch in anderen umliegenden Tierheimen nach. Unter Umständen wurde die Katze dort als Fundtier abgegeben.
- Fragen Sie auch bei der Feuerwehr, Polizei und dem Ordnungsamt nach, falls dort die Meldung eines Fundtieres eingehen sollte.
- Suchen Sie die unmittelbare Umgebung ab. Fragen Sie Spaziergänger und Kinder, ob sie Ihre Katze gesehen haben.
- War die Suche ergebnislos, so rufen Sie die örtlichen Tierärzte an, vielleicht wurde die Katze dort bereits verletzt abgegeben.
- Setzen Sie eine Suchanzeige in die örtlichen Zeitungen, falls nötig auch mehrmals!
- Hängen Sie Suchplakate an öffentlichen Stellen und in Supermärkten aus.
Vorbeugung:
- Es empfiehlt sich einen Mikrochip durch einen Tierarzt einsetzen zu lassen. Tierheime und die meisten Tierärzte haben Lesegeräte für diese Chips und können so bei den bekannten Registrierstellen den Besitzer des Tieres erfragen.
Verzichten Sie aber auf ein Halsband mit Anhänger für die Adresse. Bei Katzen ist die Gefahr einer Verletzung oder Strangulation durch Halsbänder sehr groß. nach oben
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