Happy End Geschichten


Moritz

Happy End:
 

Hallo ihr Lieben,

ich hatte Euch versprochen, dass ich euch Mal ein Update von dem Kater Moritz, bzw. wie wir ihn jetzt nennen: "Mo", schicke. 

Wir hatten ihn bereits am 22. Juli abgeholt. Die Autofahrt über hat man gemerkt, dass er extremen Stress hatte.
Das hat mich auch etwas nervös gemacht, weil ich das so von einem Tier nicht kannte. Ich hatte Katja schon erzählt, dass sich unsere beiden Kater damals uns selbst ausgesucht hatten und nicht Anders herum. 

Als wir Zuhause waren haben wir ihn für kurze Zeit erstmal in der Transportbox gelassen, damit er etwas runter kommen kann und uns etwas aus der Ferne beobachten kann. Er fand es nämlich gar nicht toll, als wir seine Transportbox bewegt haben und ihn ins Haus getragen haben. Er hat sich dann aber auch recht schnell beruhigt, nachdem wir ihm etwas Zeit gegeben haben. Wir haben ihm dann auch eine Portion zu essen gemacht und ab da wussten wir, dass das der Weg in sein Herz ist. Er hat sehr sehr gierig drauf geguckt.
Wir hatten für ihn bereits eine Ecke vorbereitet, wo er sich schnell und gut unter dem Sofa verstecken konnte und generell etwas geschützt war und trotzdem das ganze Geschehen im Haus beobachten konnte.
Als wir ihn rausgelassen haben ist er auch direkt unter das Sofa gegangen, aber tatsächlich sehr ruhig und relativ langsam. Ab dem Zeitpunkt ist dann auch meine Nervosität abgefallen und  mir war klar, dass alles gut gehen wird.
Wir haben den kleinen dann erstmal in Ruhe gelassen und haben selbst gegessen. Unser Wohnbereich ist offen und wir konnten dann aus der Küche beobachten, wie er zwischendurch zu seinem Futternapf geschlichen ist etwas gegessen hat und immer wieder unter das Sofa geflüchtet ist, wenn er ein unbekanntes Geräusch gehört hat. 
Später am Abend war ich mit ihm alleine Zuhause und ich dachte, dass ich es Mal versuche und ihn etwas aus seiner Ecke locke. Ich war sehr überrascht aber es ging direkt sehr gut und ich konnte ihn bereits streicheln. 
Ich bin dann sitzen geblieben und er hat dann das erste Mal ein bisschen das Haus erkundet. Man hat schnell gemerkt, dass er sich immer wohler gefühlt hat, das kleine Schwänzchen war schon aufgestellt und er hat geschnurrt. 
Ich habe auch am nächsten Tag viel Zeit im Wohnbereich verbracht und mich an den Esstisch gesetzt und dort für die Uni gelernt -  ich habe das extra gemacht damit er mich sieht und merkt, dass er nichts zu befürchten hat. 
Zwischendurch habe ich ihn immer wieder gestreichelt und ihm ein paar Leckerchen gegeben. Das Eis war dann auch schnell gebrochen und er hat sich schon direkt auf den Stuhl gegenüber von mir gelegt und geschlafen und ist mir auf Schritt und Tritt aber mit einem gesunden Abstand durch das Haus gefolgt und hat sich zwischendurch dann immer mal ein paar Streicheleinheiten abgeholt. Ich glaube es war ganz gut, dass er erstmal nur eine Person in seiner Umgebung hatte und wir in der Zeit schon eine gute Bindung aufbauen konnten. Meine Eltern sind dann auch aus dem Urlaub zurück gekommen und dann hat meine Mutter übernommen. 
Meine Eltern meinten schon als sie zurück waren, dass man merkt, dass er jetzt der neue König in unserem Haus ist. Als meine Eltern da waren und mehr Leute ein und Ausgegangen sind hat er wieder etwas Zeit gebraucht sich daran zu gewöhnen und ist bei jedem unbekannten Geräusch unter das Sofa gehuscht und nur ich konnte ihn dann zwischendurch hervorlocken. 
Es wurde dann aber schnell besser, als er sich an den Rhythmus hier gewöhnt hat. 

Meine Mutter hat auch nochmal die Finderin kontaktiert und ihr berichtet, dass der Kater jetzt bei uns Zuhause ist. Sie hat uns auch nochmal gesagt, dass er sobald er richtig aufgetaut ist super anhänglich ist und sie hatte Recht. Mittlerweile sitzt er gar nicht mehr unter dem Sofa. Er hat auch bereits einige Lieblingsplätze. Er liegt oft auf dem Stuhl, wo wir gemeinsam gelernt haben, unter unserem Esstisch in der Küche und unter einem kleinen Tisch in seinem Bettchen mit Tischdecke drüber. Ansonsten stolziert er durch das Haus ist sehr verspielt und meldet sich immer, wenn er Hunger hat und sucht die Nähe zu den Menschen. Wenn wir in der Küche sitzen, dann sitzt er immer in unmittelbarer Nähe und ist mittendrin im Geschehen.

Ich war dann öfters Mal ein paar Tage nicht Zuhause bei meinen Eltern  aber immer wenn ich dann wieder durch die Haustür komme, kommt er angerannt und will von mir gestreichelt werden. Ich war jetzt auch über eine Woche nicht mehr da, aber auch heute hat er mich herzlich begrüßt und ich habe richtig gemerkt, dass er Zuhause angekommen ist und sich richtig wohl fühlt und sich an alles gewöhnt hat. Meine Eltern und besonders meine Mutter, die ihn jetzt immer füttert, hat er auch schon sehr gern. Bei meinen Geschwistern und bei meiner Nichte, die ab und zu Mal zu Besuch sind, war er auch direkt sehr zutraulich und lässt sich von allen streicheln. Mittlerweile ist es wahrscheinlich auch egal wer kommt, er würde sich hier Zuhause von allen streicheln lassen. Wer hätte es gedacht, aber der kleine Mo ist ein absoluter Familienkater und liebt Menschen. 

Der nächste große Schritt wird sein, dass wir ihn langsam raus lassen wollen. Aber das machen wir auch alles ein bisschen nach Gefühl. Mo macht aktuell auch noch keine Anstalten, wenn eine Tür mal kurz offen steht rauszugehen. Ich bin gespannt wie es klappt, aber auch diese Hürde werden wir meistern und wenn Mo dann unseren Garten und unsere Wohngegend einnimmt, dann ist er wirklich Zuhause angekommen. Unsere direkten Nachbarn sind auch schon ganz aus dem Häuschen. Sie haben unsere alten Katzen auch sehr geliebt und immer drauf gewartet, dass wir uns wieder einen Kater holen. Unsere Kater damals waren oft bei unseren Nachbarn, um sich ein paar Leckerlies abzuholen und sich dort auch Mal auf die Terrasse zu legen. Mo kann sich also auf was freuen. 

Vielen Dank, dass das mit der Vermittlung alles so gut geklappt hat.
Wir freuen uns sehr, dass wir Mo ein neues schönes Zuhause schenken können und wir haben ihn alle schon sehr ins Herz geschlossen. 

Ganz Liebe Grüße

Lilli 

Im Anhang sind noch zwei Bilder von den ersten Tagen. Mo hat mich immer ganz genau beobachtet. Das eine Bild ist entstanden, als ich im Bad mit offener Tür meine Zähne geputzt habe und er sich einfach auf den Teppich im Flur gelegt und mich beobachtet hat. Auf dem anderen Bild sieht man, wie er sich immer vor meine Füße schmeißt und auf den Rücken rollt und darauf wartet, dass ich mit ihm spiele.